Mein Kampf mit dem Popcorn….

Hallo Freunde,

wie ihr wisst mag ich Filme….naja, etwas untertrieben. Ich selbst habe an die 400 Filme + eine Flatrate für’s Kino hier in meiner Nähe. Und die 400 Filme sind eindeutig nicht das Ende der Fahnenstange 😀 Wer meine Wunschliste auf Amazon kennt weiß, was ich meine. Im Kino liebe liebe liebe ich Popcorn. Also – warum nicht auch für zu Hause?

Ich muss gestehen – im Kino esse ich auch extrem gern Nachos mit Käsesoße (+ Jalapeños, aber diese am Liebsten extra). Aber zur Zeit ist Popcorn meine absolute Schwäche. Das Popcorn, das es bei uns im Kino gibt, ist wirklich super lecker. Es ist immer leicht warm, riecht so wundervoll (wie auf dem Jahrmarkt) und es ist genau richtig süß, aber nicht zu süß, wenn ihr versteht. Wie mache ich das denn nun nach? Das kann doch eigentlich nicht so schwer sein.

Der Tag kam, an dem ich mal wieder einen Film daheim schauen wollte. Auf Anhieb weiß ich gerade gar nicht mehr, welcher es war. Aber macht ja nix. Ich wollte jedenfalls genau so ein Popcorn wie aus dem Kino dazu knabbern. Clever wie ich manchmal bin, hatte ich bereits Popcorn-Mais (getrocknet) geholt. Früher, als ich vor gefühlt 100 Jahren noch bei meinen Eltern gewohnt habe, haben die das Ganze einfach in einen Topf geschüttet und drauf auf den Herd. Jetzt hatte ich ja aber eine Vorstellung, wie genau das Popcorn schmecken sollte. Und da ich in manchen Momenten an Cleverness kaum zu überbieten bin habe ich vorher sogar im Internet recherchiert, wie man genau DAS ULTIMATIVE KINO-POPCORN herstellt. Etwas Öl musste her, der Popcorn-Mais und Zucker. Ja…..klingt ja easy. Krieg ich hin….

Lasst die Spiele beginnen

HAHAHA….ich hatte zwar Popcorn, aber wie im Kino hat das nicht geschmeckt. Ich habe erst etwas Kokosöl (ja, wir versuchen ja gesund zu leben und so…..kommt ja auch kein Zucker später rein 😉 ) in eine große hohe Pfanne gegeben. Dann drauf den Zucker, damit er schmilzt (mhm, lecker Karamell) und dann drauf den Mais. Nun hieß es warten und ständig das Ganze bewegen, damit nix anbrennt. Irgendwann machte es dieses vertraute Geräusch…..Puff, Puff….die Pfanne hin und her bewegt. Tatsächlich schien sie aber etwas zu klein zu sein, denn sie war bis zum Rand gefüllt mit Popcorn und der flüssige Zucker klebte nur an den untersten Körnern. Da auch der Platz in der Pfanne sehr eng war pappte das tolle Experiment auch noch unten leicht fest.

Als ich das Popcorn in eine Schüssel gab konnte ich es dann sehen. Die untersten Popcorns (ist das so richtig oder heißt es vielleicht Popcörner/Popkörner???) waren etwas dunkel geworden und die Oberen hatten keinen Zucker abbekommen. Versteht mich nicht falsch, ich hab es trotzdem aufgegessen, denn es hat trotzdem geschmeckt, aber es war eben nicht DIESES Popcorn. So, wie es in meinem Kopf hätte schmecken müssen.

Ach komm. Das kriegen wir doch besser hin…..

„Das muss doch besser gehen“ dachte ich. Ca. 2 Wochen später hatte ich den Drang, das Ganze noch einmal zu probieren. Dieses Mal aber VOLLKOMMEN anders. Inspiriert wurde ich aus der Serie „Tote Mädchen lügen nicht“. Fragt mich nicht, in welcher Szene genau Popcorn gekauft wird, aber in eben genau dieser einen Szene wird Extra Butter über das Popcorn verlangt. „Mhm…..Popcorn und Butter…..klingt ja schon ein bisschen geil…..ob ich das mal versuchen sollte?“ Na aber Hallo. Klar! Aber wie machen wir denn das nun wieder am Besten?

Das letzte Mal war ja die Idee, den Zucker vorher zu schmelzen, nicht ganz so von Erfolg gekrönt. Gut, dann gehen wir das Problem dieses Mal vollkommen anders an. Aber Frei Schnauze. Nix mit „Wie machen es denn die Damen und Herren im Internet“…..einfach mal wie ich denke. Ich habe also das Popcorn mit etwas Öl (dieses Mal Rapsöl) in einen Topf gegeben. Und ich habe dazu gelernt:

  1. Weniger Popcorn
  2. größerer Topf

Und da war es wieder. Dieses wundervolle Geräusch….Puff, Puff…..Als schließlich fast alle Maiskörner aufgepoppt waren habe ich diese in eine Schüssel gegeben. In den gleichen Topf habe ich dann ca. 1,5 EL Butter und 50 g Zucker gegeben. Das habe ich schmelzen lassen. Nun…..was habe ich gelernt? Butter und flüssiger Zucker verbinden sich mal NULL. Die viele Butter wirkte auch sehr….nennen wir es buttrig. Ich hatte das Gefühl, dass ich allein durch den Anblick einen Herzinfarkt bekomme. Naja, der Zucker hatte sich am Boden etwas abgesetzt, die Butter schwamm darüber. Was, wenn wir einfach den flüssigen Zucker „rausfischen“ und über das Popcorn geben? Dann haben wir immer etwas Butter dabei, aber nicht zu viel und wenn dann das Popcorn verrührt wird? Klingt jetzt nicht super blöd. Also machen wir das doch so.

Ich den Topf schräg angekippt und den flüssigen Zucker mit einem Löffel rausgefischt und über das Popcorn gegeben. Es roch ziemlich gut, verklebte aber auch arg schnell. Ohje, ob dieses Experiment besser verläuft?

Als fast der ganze Zucker auf dem Popcorn war habe ich probiert. Tatsächlich schmeckte es besser als der erste Versuch. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich war schockiert, dass dieses scheinbar fehlgeschlagene Experiment doch so gut geworden war. Es schmeckte an manchen Stellen doch ziemlich buttrig, aber das hatte auch irgendwas. Trotzdem war ich mir sicher, dass ich für das nächste Mal auf die Butter verzichte. Der Zucker war zu punktuell an einigen Körnern und nicht samtig weich und leicht über alle gezogen. Ne, so richtig stellte mich auch das nicht zufrieden. Das kann doch nicht zu schwer sein, dieses Popcorn nachzuahmen?

Also – was nun?

Auch die vielen Menschen im Internet waren mir keine Hilfe. Einige haben es ähnlich gemacht und es dann als „Bestes Popcorn – wie im Kino“ bezeichnet. Keine Ahnung, ob meine Geschmacksknospen einen Knacks weg haben, aber für mich waren diese beiden Versuche noch ein ganzes Stück weit weg vom „Popcorn aus dem Kino“. Aber ich bleib ganz sicher am Ball. Denn ich habe Blut geleckt (oder vielleicht eher Butter? Naja, ihr wisst, was ich meine…) und ich denke, ich werde das Rätsel des Kino-Popcorns schon noch knacken. Denn eins ist sicher – ich will daheim auf meinem Sofa sitzen, einen meiner Lieblingsfilme sehen und mein selbstgemachtes Popcorn essen, das genau so schmeckt, wie aus dem Kino. Und ich weiß, das dieser Tag kommen wird. Wer weiß wann, aber er wird kommen.

Wie macht ihr euer Popcorn? Habt ihr Tipps? Immer her damit.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag. Macht’s gut.

Eure Be(a)sonders

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